Sida Energiepflanze

 

Sida hermaphrodita oder Virginia mallow

Die Sidapflanze stammt aus der Staudenfamilie der Malvengewächse (Malvaceae) und wird oft fälschlicherweise als Malve oder Riesenmalve benannt. Sie kommt ursprünglich aus Nordamerika. Die Sida ist eine mehrjährige Pflanze (20 – 30 Jahre) und ist frostbeständig bis minus 30°C. Sie wurde bereits 1955 nach Polen eingeführt und wird seit dieser Zeit an der Agrarwissenschaftlichen Akademie in Lublin erforscht.

 

Sida hat holzige, 250-400 cm hohe Stängel mit handflächig unterteilten Blättern. Im zweiten bis dritten Jahr schafft sie einen robusten Strauch mit 8-30 Zweigen.

Die Blätter sind handflächig groß und sie ähneln Ahornblättern.

 

Im ersten Jahr bildet die Sidapflanze vor allem ein mächtiges, stark verzweigtes Wurzelsystem, das in eine Tiefe bis 3 Meter vordringt. Dadurch ergeben sich die günstigen Eigenschaften der Art, wie gute Eignung auf leichten Böden, hohe Resistenz gegenüber Wassermangel während der Wachstumsphase und hohe Biomasseerträge.

 

Es kann mit Ernteerträgen von 14 bis 20 Tonnen Trockenmasse pro Hektar gerechnet werden. Damit können Sie ein Einfamilienhaus 1 Jahr problemlos beheizen. Der Brennwert von Sida beträgt 18,746 MJ/kg. Fichte 18,212 MJ/kg.

 

Die Blüte beginnt im August und endet mit dem ersten Frost im Oktober-November. Imker schätzen die spät blühende Tracht mit einem Honigertrag von bis zu 120kg pro Hektar.

 

Potential:

Nach den gegenwärtigen Erkenntnissen hat Sida ein groβes Potenzial in der Verwendung als Futter-. Heil-, Technik-, Honig- und Bodenschutznutzpflanze.

 

Als NAWARO, mit Kiefer- und Fichtenholz zu vergleichenden Eigenschaften kann die Pflanze ebenso als Grundstoff zur Herstellung von Dämmstoffen und Zellulose genutzt werden.

Auf Grund der hohen Erträge, die man im Verlauf der Feldversuche in Polen, BRD und der tschechischen Republik erreichte, ist anzunehmen, daß Sida als dauernde Hochproduktionsnutzpflanze fähig ist, einen wirtschaftlich recht interessanten Deckungsbeitrag zu erreichen.